Löwenmäulchen pflegen und vermehren

Löwenmäulchen gelb
Gelb blühendes Löwenmäulchen

Diese Pflegeanleitung basiert auf meinen Erfahrungen mit den Sorten von Antirrhinum majus. Für die anderen Arten können davon abweichende Bedingungen gelten.

Antirrhinum majus
Großes Löwenmäulchen (Antirrhinum majus)

Löwenmäulchen im Beet

  • Standort: sonnig
  • Boden: durchlässig, etwas Sand, Kies, Lehm, Humus
  • Gießen: gleichmäßig bis mäßig feucht
  • Düngen: ist nicht nötig, ansonsten Teichwasser, Komposterde
  • Winterhart: kann milde Winter mit -5 bis -10 °C überleben

Standort: Das Löwenmäulchen gedeiht am besten an einem sonnigen Standort, kommt aber auch mit lichtem Halbschatten zurecht, wenn es dort gelegentlich ein paar Sonnenstrahlen erhaschen kann.

Boden: Was den Boden angeht, ist es nicht wählerisch, er darf nur nicht dauerhaft unter Wasser stehen. Es verträgt Trockenheit besser als Nässe. Bei uns wächst es sogar auf einem Schotterweg.

Antirrhinum majus

Gießen: Ideal ist es, wenn man die Erde gleichmäßig feucht hält. Wie oft man gießen muss, ist abhängig von der Bodenbeschaffenheit und vom Standort. In der vollen Sonne trocknet die Erde schneller aus als im Halbschatten. Das gilt auch, wenn sie mit Sand oder Kies durchsetzt ist.

Düngen: Antirrhinum majus wächst und blüht auch an Standorten mit magerem Boden sehr gut. Ich dünge es nicht.

antirrhinum majus

Überwintern: In unseren Breiten ist das Löwenmäulchen nicht ausreichend winterhart. Es übersteht nur milde Winter mit kurzfristig bis zu -10 °C. Seine Samen vertragen mehr Frost und können auch harte Winter im Boden überdauern. Wer nicht möchte, dass es sich selbst aussät, sollte Verblühtes regelmäßig entfernen.

Antirrhinum majus

Löwenmäulchen im Topf oder Kübel

Die Kleinbleibenden Sorten eignen sich gut für die Kultur im Balkonkasten oder Kübel. Dafür kann man handelsübliche Blumen- oder Kakteenerde verwenden. Sie sollte zwischen den Wassergaben gut an-, aber nicht austrocknen dürfen.

Löwenmäulchen im Topf

Wenn man ihm ein sonniges Fenster anbieten kann, lässt es sich sogar als Zimmerpflanze pflegen. Durch regelmäßige Rückschnitte nach der Blüte bleibt es klein.

Löwenmäulchen Vermehrung

Löwenmäulchen lassen sich ohne viel Aufwand aus Samen anziehen. Stecklinge bewurzeln leider nicht.

Die Aussaat kann im Mai direkt im Beet erfolgen. Mehr Pflanzen erhält man, wenn sie im Haus vorgezogen werden. Damit beginnt man Anfang April.

löwenmäulchen-samen

Das Saatgut ist vom Frühjahr bis in den Herbst in Bau-/Gartencentern oder Supermärkten zu erhalten.

Die Samen werden nur auf das zuvor angefeuchtete Substrat gelegt und leicht angedrückt. Dafür kann man Anzuchterde verwenden, Mischungen für Zimmerpflanzen oder Kakteen sind ebenfalls geeignet.

Da es sich bei Antirrhinum majus um einen Kaltkeimer handelt, muss das Saatgut nach der Aussaat stratifiziert werden. Dafür platziert man den Topf für 7 bis 10 Tage im Gemüsefach des Kühlschranks. Anschließend stellt man ihn an ein sonniges Fenster.

löwenmäulchen keimt

Bei Temperaturen zwischen 18 und 25 °C beträgt die Keimdauer 4 bis 7 Tage. Der Topf muss nicht abgedeckt werden. Um das Antrocken der Erde zu vermeiden, lässt man während der ersten Woche Wasser im Untersetzer stehen.

sämlinge

Sobald alle Samen aufgegangen sind, hält man die Erde nur noch gleichmäßig feucht. Der optimale Standort für die Aufzucht ist sonnig und hell, bei Temperaturen zwischen 18 und 25 °C.

Pikieren (vereinzeln) kann man die Jungpflanzen ab einer Höhe von 5 Zentimetern. Damit sie buschig wachsen, schneidet man die Triebspitzen ab.